Über uns

Frankel-Gesellschaft
Freie Vereinigung für marxistische Theorie und Politik

Die Frankel-Gesellschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen, die ein Interesse an theoretischen und politischen Fragen der antikapitalistischen Bewegung teilen. Diese strebt neue, sozialistische Gesellschaftsbeziehungen an. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch und vor allem heute ist die antikapitalistische Bewegung ideologisch und politisch heterogen. Nach der Abspaltung der sozialdemokratischen Strömung besteht sie gegenwärtig aus kommunistischen (proletarischen) und einigen radikal-demokratischen (kleinbürgerlichen) Parteien und Gruppierungen. Ein Teil von ihnen geht von Marxismus, andere von mehr oder minder eklektischen Theorien aus. Die Frankel-Gesellschaft bekennt sich politisch zum kommunistischen Dissens, in den theoretischen Fragen zum dialektischen, revolutionären Marxismus, der die Klasseninteressen der lohnabhängigen Mehrheit, des Proletariats widerspiegelt. Sie ist sich dabei der Notwendigkeit einer gemeinsamen Vorgehensweise im Rahmen einer breiteren Widerstandsbewegung gegen den Kapitalismus bewusst.

Im Jahre 1989 kam es in der damaligen Tschechoslowakei zum Thermidor der sozialistischen Gesellschaftsordnung und zu darauf folgender Wiederherstellung des alten klassen-antagonistischen Regimes. Unter dem Schutzmantel der hochtrabenden Floskeln über Wahrheit, Liebe, Freiheit und Demokratie wurde gegen den Willen der tschechoslowakischen Bevölkerung die Diktatur einer Minderheit der Privateigentümer an Produktionsmitteln wieder hergestellt, die Diktatur der Bourgeoisie, die von der Arbeit und auf Kosten der ausgebeuteten Mehrheit der Lohnarbeiter lebt. Diese illegitime Diktatur, die sich selbst als allgemeine Freiheit und Demokratie bezeichnet und politisch getragen wird von Parteien, die die Interessen des Kapitals vertreten (von den Klerikalen bis zu den Sozialdemokraten), kann nur reaktionär sein.

Zur Grundtendenz der Entwicklung nach November 1989 wurde die Rückkehr zur Vergangenheit. Die Mächte der Vergangenheit wurden zu Mächten der Gegenwart. Die Bourgeoisie, den Klassencharakter der eigenen Macht verschleiernd und verschweigend, hat zunächst auf legale Weise das Volkseigentum des Landes entwendet, um es später an das neokolonialistische Auslandskapital zu verkaufen und das Land einer eigenständigen Industrie- und Landwirtschaftsbasis zu berauben. Im Bereich des Überbaus äußert sich dies im Verfall der slowakischen Gesellschaft in fast allen ihren Sphären (Sozialwesen, Kultur, Bildungssystem, Gesundheitswesen, Wissenschaft, zwischenmenschliche Beziehungen, usw.). Zum Gemüt einer herzlosen Welt und dem Geist geistloser Zustände wurde die Religion, vor allem in der Form, wie sie die wohlhabende und privilegierte römisch-katholische Kirche predigt, in der Vergangenheit ideologische Hauptstütze der feudalen und heutzutage der kapitalistischen Diktatur der besitzenden Minderheit, die im Interesse der Erhaltung ihres Reichtums und ihrer Macht auf Mittel zur systematischen Eliminierung des potentiellen Widerstands der Volksmassen angewiesen ist. Damit die Menschen vergessen, kein kritisches Denken enwickeln und nach keinen Alternativen zum volksfeindlichen, barbarischen und unmenschlichen Kapitalismus suchen, demoralisiert die heilige Bourgeoisie die Massen zusätzlich mit Bulvar (um die Aufmerksamkeit von den gesellschaftlichen Erscheinungen auf das individuelle Leben zu lenken, dazu noch in einer vulgarisierten Form abgebildet), mit Nationalismus (um Illusionen über eine nationale Einheit und die Feindlichkeit andern Völkern gegenüber zu schüren), mit Antikommunismus (Kriminalisierung aller Versuche zu Etablierung nicht-kapitalistischer gesellschaftlicher Beziehungen) und mit Sozialdemokratismus (um vorzutäuschen, daß sie die Interessen der arbeitenden Menschen vertritt und durchsetzt).

Die Frankel-Gesellschaft will zur Erforschung und Enthüllung des antidemokratischen und reaktionären Wesens des heutigen bürgerlich-klerikalen Regimes beitragen, welches gar zu einer Rezidive des Klerofaschismus in der Slowakei führen könnte. Sie will auch einen Beitrag leisten zur Kritik seiner Ideologie and Propaganda, seiner eigennützigen Verteidigung, sowie zu den Perspektiven seiner Überwindung. Die Gesellschaft ist benannt nach Leo Frankel, einem Vertreter der österreich-ungarischen und internationalen sozialistischen Bewegung, Kommissar der Pariser Kommune, Mitglied des Generalrats der 1. Internationale und einem der engsten Mitstreiter der Begründer des Marxismus.

Weg mit der Diktatur, es lebe die Demokratie! Nicht zugunsten einer Minderheit, sondern für die Mehrheit!

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